{"id":894,"date":"2020-08-10T14:14:55","date_gmt":"2020-08-10T12:14:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dwarsloeper.org\/wordpress\/?p=894"},"modified":"2021-01-20T20:05:10","modified_gmt":"2021-01-20T19:05:10","slug":"kutterfahrt-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dwarsloeper.org\/wordpress\/2020\/08\/10\/kutterfahrt-2020\/","title":{"rendered":"Kutterfahrt 2020"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Erste H\u00e4lfte von Backschaft Ventus<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es hat geregnet, gesch\u00fcttet wie aus Eimern und noch schlimmer. Erstmal Persenning aufbauen hei\u00dft es dann und Wassermelone gab es. Nach Einkaufsliste und Einkaufen ging es auf die Promenade. Sch\u00f6n sah es da aus und dann schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Segeltraining in Travem\u00fcnde stand an. Knusperm\u00fcsli als St\u00e4rkung gab es f\u00fcr die Marie leider nicht. Sie ist immer noch traurig. Flippi kam so gegen 10:30 Uhr als zus\u00e4tzliches Crewmitglied vorbei und ging mit uns nochmal die Man\u00f6ver durch. Alles verlief glatt wie man es auch erwartet hat. Bei der Tour nach dem Mittagessen lie\u00df der Wind uns allerdings im Stich und wir mussten Pullen. Bis zu 4 Leute haben uns mit Wind voran gebracht. Kurz vor dem R\u00fcckweg h\u00f6rten wir dann ein lautes Pffffff und Zisch. Einen gelben, aufgeblasenen Luftballon mit Namen Hannah sa\u00df dann zus\u00e4tzlich auf unserem Kutter. Ihre Rettungsweste l\u00f6ste sich aus, trotz T\u00fcf, solch schande. F\u00fcr sie bedeutete das dann eine Runde schwimmen mit Quallen. Ganz kostenlos. So cool wie Haie oder Delfine war es nicht aber einmalig allemal. Dank ihres Einsatzes haben wir jetzt auch super Aufnahmen vom Kutter. Der guten Hannah war dann sehr kalt, darum brauten wir uns auf unserem Steg das weltbeste Curry. Wunderbar, gar fabul\u00f6s waren diese Geschmacksharmonien in unseren M\u00fcndern. Das Rezept kam nat\u00fcrlich von keiner anderen als Merle. Auch nach diesem Essen wollte wir wieder an die Promenade, doch leider ohne Lea und Max, diese blieben unter der warmen Persenning.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute sollte die gro\u00dfe Fahrt losgehen. Entgegen des Wetterberichts und Personen Berichts verlie\u00df uns die Lea an diesem Tag. Einfach von uns weggeweht wurde sie. Nur noch 5 Leute an der Zahl blieben zur\u00fcck. Und auch wenn man es kaum glaubt haben wir es so bis nach Gr\u00f6mitz geschafft. Mit voller Besegelung nach Gr\u00f6mitz geschafft. Die Fahrt war lang und schleppend. Nachdem wir im Hafen ankamen und die halbe Persenning aufgebaut hatten gab es Tortellinis mit einer zu dicken, fetten, stopfenden, k\u00e4sigen K\u00e4se so\u00dfe. Sie war niederschmetternd, wie nichts gutes und erdr\u00fcckte unsere M\u00e4gen. Erstmal verdauen. Die restlichen Tortellinis blieben im Topf, was auch ganz gut war, dann mussten wir den Topf noch nicht abwaschen. Hannah, Max und Merle machten sich dann auf den Weg in den Supermarkt. Dort gab es Essen f\u00fcr 2 weitere Tage. Weil sie sich diesen langen Weg bis dahin aufgenommen hatten, gab es ein kleines Eisle zur Belohnung. Wieder zur\u00fcck im Hafen waren Plempy und Marie bereits frisch geduscht und spielten mit Caja, welche ein getroffen war und Flippi eine Runde Ninja. Diese wurde aber unterbrochen, da Flippi und Marie eine Sch\u00e4tz-Wette des Einkaufes abgeschlossen hatten. Dazu muss man wissen, dass &nbsp;Marie bereits am ersten Tag nur mit 75ct unterschied richtig gesch\u00e4tzt hatte. Eine Top Leistung. Der Druck war also gro\u00df, vllt. Etwas zu gro\u00df, denn sie verkackte. Jetzt schuldet sie ihm ein Eis am Jahresabschlussfeuer. Die einst siegesreiche und tollk\u00fchne Marie verlor also in dieser Sekunde leider etwas von ihrem Glanz. Aber ich sage euch die Legende wird wieder kommen. F\u00fcr Hannah, Max, Merle oder auch Einkaufscrew ging es dann auch ab in die Waschr\u00e4ume. Ein tolles Gef\u00fchl danach. Als dann alle Handt\u00fccher hingen gingen wir noch zur Nautilus Truppe an den Strand. Lecker Kekse und eine kleine Massage Einheit. Zur\u00fcck beim Kutter schliefen wir dann mit ein wenig Sand im Schlafsack ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 4<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch das zarte Kitzeln der Sonnenstrahlen wachten wir seelenruhig und ausgeschlafen auf. Diese Harmonie wurde jedoch am Fr\u00fchst\u00fcck durch ein Schrei zerrissen. Aufgeschreckt schauten wir uns um und trafen auf des schmerzverzerrte Gesicht des Flosses (Ajoscha). Da die Nautiluschen auf luxuri\u00f6se Zubereitungen stehen, stichwort Steak am ersten Tag, konnten sie auch an diesem Morgen nicht auf ihren Kaffee verzichten. F\u00fcr das braune Gebr\u00e4u ben\u00f6tigt man kochendes Wasser, welches sich \u00fcber Flosses Hand ergoss. Verbrennungen 1+2 Grades hatte dies zur Folge und einen Besuch im Krankenhaus. Dank des Freundes von Caja durfte der Verletzte im Porsche zum Arzt d\u00fcsen. Mit L\u00e4cheln auf dem Gesicht. W\u00e4hrend dessen machten wir den Dwarsl\u00f6per segelklar, um Kurs Richtung Gro\u00dfenbrode aufzunehmen. Die Crew bestand wieder nur aus 5 Personen, da der Flippi wieder mit Nautilus fuhr. Die Fahrt war wieder sehr ruhig und es war Zeit f\u00fcr \u201eschwimmen\u201c und die Tortellinis vom Vortag, welche ziemlich gut schmeckten. Die andere Zeit \u00fcber sonnten wir uns und ruhten uns aus. In Gro\u00dfenbrode kam dann sp\u00e4ter die Yacht dazu und es gab es Hot-Dogs zum Abendbrot. Nach dem Abwasch gingen wir zur Mole und a\u00dfen Kekse. Der Sonnenuntergang war ganz sch\u00f6n zu gucken bis es zur Segelbesprechung auf dem Kutter ging. Nach D\u00e4nemark geht es nicht mehr diese Sommerfahrt nach Kiel soll es gehen. Zudem m\u00fcssten wir am n\u00e4chsten morgen fr\u00fch aufstehen. Also Gute Nacht!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 5<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Tag wurde fr\u00fch angebrochen. In Windes Eile waren Brote geschmiert, Persenning abgebaut und Z\u00e4hne geputzt. So kam es dann auch dazu, dass wir p\u00fcnktlich mit den Nautiluschen zusammen Auslaufen konnten. Auf der Fahrt von Gro\u00dfenbrode nach Wendtorf wurden Schweinswale gesehen von Plempy und Max, welche jedoch immer noch nicht als ganz echt befunden wurden. Aber so lange die beiden davon \u00fcberzeugt sind, soll es uns Recht sein. (sorry) Zu dem ist es P\u00fcwi \/ P\u00fcwei Merle oder wem auch immer seit 2 Jahren gelungen auf die P\u00fctz zu gehen, mit erfolgreichem Ausgang wohl bemerkt. Auch die gute Macca hat an diesem Tage die P\u00fctz das erste mal bestiegen und trotz kleines Gleichgewichtsschwunds, was einen kleinen Abgang ihrer Richtung seits Boden verursachte, konnte das kleine Gesch\u00e4ft ausgef\u00fchrt werden. W\u00e4hrenddessen haben Max und Plempy sich einen abgelacht. Danke daf\u00fcr nochmal. Nach diesem aufreibenden Ereignissen kam dann auch wieder mehr Wind auf und Hannah traute sich an die Pinne. Mit tollen Man\u00f6vern brachte sie uns bis vor den Hafen, wo wir die Segel borgen. Dieser Tag wird wohl immer in unseren Ged\u00e4chtnissen bleiben, da endlich nach langen Flauten und windstillen Tagen richtig Fahrt mit ordentlich Schr\u00e4glage aufkam. Abends wurden dann Sp\u00e4tzle mit Zwiebeln verspeist und Caja wurde abgeholt. Daf\u00fcr kam aber Thimo wieder, welcher als Masseur t\u00e4tig wurde. Sonst hatte Max versucht P\u00fcwei rein zu schubsen, was nat\u00fcrlich nicht klappte und dann Angst von ihr rein geschubst zu werden. Joa und dann hie\u00df es Z\u00e4hne putzen, pullen, ab ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Morgen war ein besonderer Morgen. Es war n\u00e4mlich Dusch\u2013Zeit, wo sich Hannah und P\u00fcwei vielleicht Etwas zu lange Zeit gelassen hatten und &nbsp;war der morgen generell sehr entspannt. Die Tour war geschm\u00fcckt von ein paar Schl\u00e4gen und einem Anlegen einem Hafen weiter in Laboe. Dort haben wir mit Nautilus \u00fcber beide Kutter ein \u201ePersenning \u2013 Segel\u201c mit Riemen gebaut, welches auch die Nacht \u00fcber so stehenblieb. Danach genossen wir noch etwas unsere ruhiges Pl\u00e4tzchen, anschlie\u00dfend rafften wir uns auf. Ein Teil ging Einkaufen und tanken f\u00fcr das Grillen am Abend. Ein paar wenige blieben zur\u00fcck und spielten Gitarre, g\u00f6nnten sich eine Massage oder schliefen. Als die anderen jedoch zur\u00fcck waren, packten alle wieder mit an und bereiteten das Festmahl vor. Dank unserer coolen Grill \u2013 Nachbarn hatten wir eine unvergessliche Atmosph\u00e4re mit Musik und zus\u00e4tzliches Essen, fast ein bisschen zu viel. Jetzt hatte jeder gute Laune und a\u00df die Leckereien mit einem L\u00e4cheln auf dem Gesicht. Es wurde ja bereits angedeutet, dass etwas zu viel zu Essen da war, doch war das kein Problem, da Nele flei\u00dfig Max und David f\u00fctterte bis zum geht nicht mehr. Kurz vom Erbrechen war dann eine kurze Pause angesagt, aber auch eine kleine Sport \u2013 Rutsch \u2013 Sprung Einheit. Um auch H\u00f6chstleistungen zu erzielen, wurde unter der Sprungente ein Loch gegraben, so konnte die Feder exzellent gespannt werden. Und auf die Ente \u2013 Fertig \u2013 Sprung! Die Energie war aber noch nicht aufgebraucht. Nach einem kleinen Juckpulver \u2013 Bis \u2013 Kurs kam auch schon die Taufe von P\u00fcwei \u2013 zum Gl\u00fcck auch nur mit Wasser. Der b\u00f6se Max hat jedoch nicht damit gerechnet, dass nach dieser Aktion komplett Nautilus und Ventus sich gegen ihn verschw\u00f6ren w\u00fcrden. Eine Verfolgungsjagd entpuppte sich heraus. Der Max auf der Flucht \u00fcber die Steine am Wasser bis ins Dorf wurde nicht gecatcht oder gar gefunden. Die Macca z.B. war einfach zu blind. Max versteckte sich unter einem Anh\u00e4nger rechts, Marie guckte aber nach links. Dann dachte sie sich: \u201eSoll ich nochmal nach rechts schauen? \u2013 N\u00f6, wieso sollte ich auch, habe ja schon links geschaut\u201c. Der mit Herzklopfen, Z\u00e4hneklappernde Max kam also blass davon und Verzog sich noch weiter in ein unbekanntes Loch. Sein Standort wurde erst deutlich sp\u00e4ter ausgemacht, durch Elijah, Merle, Fiona und Nele. So ganz erfolgreich war die Verfolgung jedoch nicht, denn im Wald angekommen, kletterte P\u00fcwei auf den Baum, um Max einzukesseln doch war die Entfernung zu klein und Elijah machte die falsche Person nass. Zu allem Ungl\u00fcck kam dann auch noch Max an den Kanister mit Wasser und machte die lachende und schreiende, versagende P\u00fcwei noch mehr nass. Die Situation war also v\u00f6llig aus dem Ruder gelaufen. P\u00fcwei war jedoch noch nicht bereit aufzugeben und lief Richtung Wasser davon. Von dem Standort sah es ziemlich gut aus, knapp neben dem Schiff auf einem Sandstreifen lang zu laufen aber Nein. Das Schicksal war einfach nicht auf ihrer Seite und schon war sie Knietief im Sumpf. Was zur H\u00f6lle. Um zur\u00fcck zu laufen war der Weg schon zu lang, also hie\u00df es weiter durch das wohlriechende, warme Nasse zu waten. Bald erreichte sie die Steinwand kletterte hoch und war bereit den unwissenden Max nass zu machen und einen weiteren Kanister zu holen, doch nein Thimo kam in den Weg und verrut ihren Standpunkt an Max per Telefon. Geil. Zu allem \u00fcbel klappte auch der n\u00e4chste Versuch nicht Max ins Hafenbecken zu schmei\u00dfen, da ein weiblicher Engel auftauchte. \u201eJeder macht mal Fehler!\u201c, Sagte sie und half ihm aus der Klemme. Da fragt man sich doch wirklich, wie er das nur verdient hat?! In Laboe waren aber generell nur offene und freundliche Menschen unterwegs. Wie in einem Schwarm, kamen sie auf uns zu. Interessiert und angetan redeten sie mit uns bis es hie\u00df die neue Route f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag zu besprechen. Das getan, ging es dann in die Schlafs\u00e4cke. Dank Macca und Hannah waren auch die Riemen und der Besan hoch geh\u00e4ngt. Die ersch\u00f6pften Freunde konnten sich also noch kurz die Sterne anschauen und redeten. Dicht an dicht schliefen sie dann ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 7<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gefr\u00fchst\u00fcckt wurde an einer gro\u00dfen Tafel, welche \u00fcber beide Kutter ging. Das Auslaufen verschob sich jedoch um eine gute Stunde, auf Grund einer riesen Regenfront. Beim Gro\u00df runter nehmen h\u00f6rten wir ein Uh, Uh mit wackeliger Stimme, und schon war Plempy vom Gro\u00df \u00fcber die Bordkante geschoben. Als h\u00e4tte er es schon tausend mal gemacht, machte er eine gekonnte R\u00fcckw\u00e4rtsrolle am Gro\u00df und bewahrte sich vor dem lauerndem Wasser unter ihm. Alle man waren jetzt am lachen und konnten sich kaum wieder einkriegen, besonders die Macca war davon getroffen. Nach dieser kleinen Vorstellung ging es dann mit Regensachen an aus dem Hafen und rauf aufs Wasser. Geregnet hat es allerdings nicht. Schwell gab es viel und der Kutter schaukelte mit teils Schr\u00e4glage bis zum Ankerpunkt. Mit Nautilus zusammen wurde dann fix auf dem Dwarsl\u00f6per die Regen &#8211; Persenning aufgebaut. Nautilus verpieselte sich doch dann und die Venti \u2013 die coolen \u2013 blieben zur\u00fcck. Richtig fett Brot wurde dann gegessen. K\u00f6stlich war es. Ich sage es euch. Auch an das Schaukeln gew\u00f6hnt man sich und mit Persenning auf, war die Gefahr des Kotzens gebannt. Danach hie\u00df es die Gute wieder ab zu bauen. Diesmal aber ohne Nautilus \u2013 leider &#8211; was eine ziemlich wackelige Angelegenheit war. Jeder fiel gef\u00fchlt mindestens 1 mal rein. Die Macca hatte es aber immer geschafft eine M\u00f6glichkeit zu finden sich festzuhalten \u2013 einmal war es m\u00f6glicherweise der Schritt von Plempy. Ein Gl\u00fcck, dass er da Stand\u2026 Im Hafen angekommen war erst nochmal eine Kurze Pause, alle waren ziemlich ersch\u00f6pft. Neue Energie getankt gingen Macca und Plempy einkaufen. Die anderen bereiteten das Abendessen, Reis mit Schei\u00df, vor. Wie immer war es ein riesiger Schmaus. Beim Essen erz\u00e4hlte Macca dann von der R\u00fcckkehr der Legende. 45\u20ac und 77ct war der Einkauf teuer und 45\u20ac wurde gesch\u00e4tzt. Was ein Volltreffer wieder. Zum Nachtisch gab es dann angebrannten Schokopudding deluxe. Die Stimmung war wieder gut und das Trennen war schwer. Nach kurzem Quatschen wurde dann aber die Petros gel\u00f6scht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Zweite H\u00e4lfte von Backschaft Nautilus (Jula):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 8<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten morgen fuhren wir aus dem Olympia-Hafen-Schilksee mit leeren M\u00e4gen auf die weite See, wieder zur\u00fcck in Richtung Fehmarn. Unterwegs konnten wir entspannt fr\u00fchst\u00fccken, da wir nur von einem zum anderen Flautenloch d\u00fcmpelten. Die langsamen Venti hatten wir mal wieder mit gro\u00dfem Abstand abgeh\u00e4ngt. Zwischendurch, wenn es uns zu langweilig wurde, haben wir die Riemen ausgepackt und sind ein St\u00fcck gepullt. Auf halber Strecke nach Heiligenhafen entschieden wir uns f\u00fcr diesen Tag abzuk\u00fcrzen und im Hafen von Lippe einzulaufen. Pl\u00f6tzlich ging unser Motor w\u00e4hrend der Fahrt im Hafen aus und wir mussten schnell zu den Riemen greifen, sodass wir noch knapp einen Unfall verhindern konnten. Schlie\u00dflich konnten wir anlegen und alles f\u00fcr die Nacht fertig machen. Ausgel\u00f6st durch eine Neckerei lag Backschaft Ventus auf einmal komplett im Wasser, das war witzig mit anzusehen, obwohl das Wasser in diesem Hafen nicht sehr angenehm war. Ich verstehe es nicht warum sie sich ausgerechnet diesen Hafen f\u00fcr eine Badesession samt Klamotten ausgesucht haben. Plempy verlor sogar noch seine Brille in dem Brackwasser! Der gute David erbarmte sich, sie mit einem geliehenen Kescher wieder aus dem Schlamm zu fischen. Der Abend verlief danach relativ ruhig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 9<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun ging es weiter nach Heiligenhafen, es wurde mehr Wind angesagt, trotzdem waren wir nicht schneller als am Vortag unterwegs, weil der Wind leider wegblieb. Kurze Zeit konnten wir sogar den Spinnaker benutzen. Als sich der Tag dem Ende n\u00e4herte und wir immer noch auf dem Wasser waren, beschlossen wir schon mal zu kochen. Es wurde Milchreis mit selbstgemachtem Apfelmus. Kurz vor der Hafeneinfahrt von Heiligenhafen zog sich der Himmel zu und es fing an zu regnen. Da unser Motor immer noch nicht funktionierte, schleppte uns der andere Kutter bis zur Einfahrt, dann pullten wir wieder in die Box. Endlich konnten wir unseren lecken Milchreis im Regen unter der Persenning genie\u00dfen. Damit war dann der Tag auch wieder zu ende.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An diesem morgen war der Himmel grau, wir waren nicht so motiviert, die Persenning war auch noch ziemlich klamm. Jedoch rafften wir uns auf und segelten los. Schon bald merkten wir, dass der Wind endlich wieder aufgefrischt war. Allerdings wurde es immer mehr und etwas kritisch. Zum Gl\u00fcck machten wir im richtigen Moment eine gekonnte Q-Wende, sonst h\u00e4tten wir wahrscheinlich eine sehr gro\u00dfe Welle im Kutter gehabt. So ging es mit Rekordgeschwindigkeit von fast 8 Knoten unter der Fehmarn-Sund-Br\u00fccke durch. An einigen Yachten zischten wir schnell wie der Wind vorbei. Wir mussten die Segel reffen und fuhren so, immer noch schnell, in den n\u00e4chsten  Hafen, Gro\u00dfenbrode. Dort angekommen hatten wir noch den halbe Tag vor uns, jedoch waren alle von dem starken Wetter so ersch\u00f6pft, dass wir den halben Nachmittag verpennt haben. Abends kochten wir uns noch etwas. Zusammen mit Ventus und der Yachtbesatzung machten wir noch eine kleine, sch\u00f6ne Singerunde Schlie\u00dflich schl\u00fcpften wir alle, ersch\u00f6pft vom Tag, wieder in unsere warmen Schlafs\u00e4cke.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 11<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte und l\u00e4ngste Segelstrecke wartete auf uns, es ging leider wieder in den Fischereihafen von Travem\u00fcnde. Der Wind war wieder etwas abge aut und wir machten uns nach einem kurzen Fr\u00fchst\u00fcck und einem Geburtstagsst\u00e4ndchen auf der Yacht f\u00fcr Steffi auf den Weg. Nach und nach aute der Wind wieder ab uns wurde klar, dass wir sehr lang unterwegs sein w\u00fcrden. Zwischendurch \u00fcberreichte uns die Yacht ein kleines \u00dcberraschungspaket mit ein paar K\u00f6stlichkeiten, was wir ziemlich genossen. Mittlerweile waren wir den Venti wieder ein gro\u00dfes St\u00fcck voraus und der Wind hatte ziemlich stark nachgelassen. Gegen Abend fingen wir an uns einen Nudel-Gem\u00fcse-Mix zu kochen. P\u00fcnktlich nach unserem Abendessen frischte der Wind auf, das Maritim von Travem\u00fcnde war schon fast in Sicht. Langsam wurde es dunkel und wellig, wir verloren den anderen Kutter aus den Augen und konnten ihn auch nicht mehr per Funk erreichen, das bereitete uns Sorgen, aber wir wussten, dass sie es schaffen w\u00fcrden, sicher anzukommen. Wir beschlossen den Rest, was doch noch ziemlich lang war, unter Motor zu bew\u00e4ltigen, weil wir kaum noch etwas sehen konnten. Es fing an zu regnen. Endlich waren wir im Fahrwasser und konnten um ca. 23 Uhr im Heimathafen anlegen. Nach diesem langen Tag schliefen wir alle sehr schnell ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 12, der letzte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle waren m\u00fcde, trotzdem mussten wir aufstehen und alles aufr\u00e4umen. Also fr\u00fchst\u00fcckten wir und r\u00e4umten danach den Kutter aus, alle Sees\u00e4cke, Persenning, Schlafbretter\u2026 Nachdem alles sauber war, wurde der Kutter fertig gemacht f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen im Hafen. Pl\u00f6tzlich verdunkelte sich der Himmel sehr stark, in der Ferne h\u00f6rte man schon ein dunkles Grollen. Wie aus einem mal fing es an zu sch\u00fctten, als w\u00fcrden die Engel ihr Badewannen auskippen, genauso wie am Anfang der Fahrt. Vielleicht war das ja ein Zeichen? Wir versuchten uns schnell ein letztes Mal unsere Regensachen anzuziehen. Alles wurde auf dieser lustigen, abenteuerreichen, auch mal langweiligen, aber abwechslungsreichen Kutterfahrt im Sommer des Jahres 2020 ein aller letztes Mal durch und durch nass.<br>Ich denke wir waren alle sehr froh, dass diese Fahrt in diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichem Jahr<br>statt finden konnte!<\/p>\n\n\n\n<p>Fotos wie immer bei dawawas <a href=\"http:\/\/www.dawawas.de\/erlebnis\/kutterfahrt-2020-der-backschaften-ventus-nautilus\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erste H\u00e4lfte von Backschaft Ventus: Tag 1 Es hat geregnet, gesch\u00fcttet wie aus Eimern und noch schlimmer. Erstmal Persenning aufbauen hei\u00dft es dann und Wassermelone gab es. Nach Einkaufsliste und Einkaufen ging es auf die Promenade. Sch\u00f6n sah es da aus und dann schlafen. Tag 2 Segeltraining in Travem\u00fcnde stand an. 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